Werte Museumsbahner,
ich habe als ehemaliger Angehöriger der Deutschen Reichsbahn durch Zufall Ihre Homepage
entdeckt und hatte mich am 26.9. sehr gefreut, bei unserem Besuch in Buckow meiner mich begleitenden Ehefrau einmal meinen früheren Arbeitsbereich etwas anschaulicher machen zu können.
In frühen Jahren war ich u.a. auch einmal im Rangierdienst mit einer Kö-Kleinlok tätig, und daher besonders an der Ausstellungslok Ihres Museums interessiert.
Nach einer Anfahrt von über 100 Kilometer dann leider die große Enttäuschung, im Museum wurde mir mitgeteilt, dass die Lok nicht geöffnet, sondern nur von außen besichtigt werden könne, weil an diesem Tag keine weiteren Mitarbeiter anwesend seien, die die abgeschlossene Tür zum Führerstand öffnen könnten.
Nachdem ich dann die vor dem Lokschuppen abgestellte Lok aufgesucht hatte, sah ich auf einer grünen E-Lok einen jüngeren Mitarbeiter sitzen, der dort mit Anstricharbeiten beschäftigt war. Ich begann wieder zu hoffen, dass er mir vielleicht doch, die ja nur mit einem einfachen Fahrradschloß gesicherte Tür öffnen könnte und begab ich mich zu ihm.
Ich bekundete mein Interesse an der Lok, stellte einige inhaltliche Fragen zu ihrem momentanen
Betriebszustand und hoffte, dass vielleicht einmal kurz seine Arbeit unterbrechen und den Führerstand aufschließen könnte.
Leider war ich jedoch wohl an einen Mitarbeiter geraten, der interessierte Besucher des Museums offenbar nur als Störfaktor ansah. Die gestellten Fragen beantwortete er äußerst widerwillig und knapp, unterbrach nicht einmal kurzfristig seine Malerarbeiten und ließ erkennen, dass wir ihn nur von seiner Arbeit abhalten würden.
Wie Sie sicher verstehen werden, hatten wir nach dieser Abfuhr auch kein Interesse mehr, eine Fahrt mit Ihrem Zug nach Müncheberg zu unternehmen und verließen enttäuscht den Bahnhof.
Nach diesem ernüchternden Erlebnis denken wir, dass es sicher für Ihre Museumsarbeit nicht schädlich wäre, wenn alle dort tätige Personen ähnlich nett
wären, wie die Dame, die uns direkt im Museumsraum kompetent und freundlich begegnet ist, und geduldig all unsere Fragen beantwortet hat.
Mit freundlichen Grüßen
WGS
Comments:
Sehr geehrter Herr WGS,
nicht ganz die feine Art.
Sie als ehemaliger Mitarbeiter sollten wissen wo man sich in Bahnanlagen bewegen darf. Sie haben trotz Verbotsschilder Betriebs- und Werkstattgleise betreten. Immerhin haben Sie dann wenigstens noch gefragt. Von vielen anderen sogenannten Eisenbahnfreunden bekommt man noch dumme Antworten, wenn man sie darauf hinweist.
Sie hätten doch einfach genau wie schon zuvor ob Sie dort in den Gleisen herumlaufen können fragen können, ob dies möglich gewesen sei. Sie wären nicht der erste gewesen, dem für das eine oder andere Fahrzeug Zutritt verschafft worden ist.
Hinterher von weit entfernt meckern ist immer einfach.
Bezüglich der Arbeit kann ich Ihnen nur mitteilen, dass gerade für Lackierarbeiten und besonders mit Lackierrollen keine größere Arbeitsunterbrechungen zulassen.
Es war halt einfach nur ein für Sie unpassender Zeitpunkt für Sonderwünsche.
Heute beispielsweise wäre durchaus Zeit für mehr als nur ein kurzes Gespräch gewesen.
Aber so ist es nun einmal. Nicht jeder Tag ist gleich.
Es schrieb der ach so unfreundliche junge Mitarbeiter auf der E-Lok.
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